Medizinische Hochschule Hannover

Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie

und Psychotherapie

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Patientenaufklärung

Für viele Patienten und die betroffenen Familien stellt bereits die Diagnose eine deutliche Entlastung dar. Bei Kindern kommt der Aufklärung der Lehrer eine wichtige Bedeutung zu. Bei allen Patienten mit Tourette-Syndrom ist zu prüfen, ob neben den Tics auch psychiatrische Komorbiditäten – etwa eine Zwangsstörung, ADHS oder Depression - bestehen, da diese oft zu einer weitaus stärkeren Beeinträchtigung der Lebensqualität führen als die Tics und somit meist vorrangig behandelt werden müssen.
Bei der Beurteilung der Wirksamkeit einer Behandlung müssen die spontanen Fluktuationen der Tics berücksichtigt werden. Behandlungsempfehlungen für Tics sind nicht abhängig von der Art der Tics oder der Tic-Störung und gelten auch für symptomatische Tics. Die Behandlung von Kindern unterscheidet sich nicht grundsätzlich von der bei Erwachsenen. Allerdings hat die nur bei Kindern auftretende transiente Tic-Erkrankung meist einen besonders gutartigen Verlauf und bedarf wegen der geringen Symptomausprägung und des selbstlimitierenden Verlaufs kaum jemals einer Behandlung.